Bundesjugendspiele Rechner

Punkte & Wertung

Bundesjugendspiele und Deutsches Sportabzeichen: der Unterschied

Beides läuft über Laufen, Springen und Werfen, und trotzdem sind es zwei verschiedene Dinge. Hier steht, wie sich Bundesjugendspiele und Deutsches Sportabzeichen unterscheiden und wie eins ins andere einzahlen kann.

Zwei Veranstaltungen, zwei Träger

Die Bundesjugendspiele sind eine Schulsportveranstaltung: Die Schule organisiert sie einmal im Jahr, alle Schülerinnen und Schüler nehmen im Klassenverband teil, und am Ende gibt es eine Urkunde (Teilnahme-, Sieger- oder Ehrenurkunde). Wie die Wertung funktioniert, hängt vom Format ab, entweder Wettkampf mit Punkten oder Wettbewerb mit Platzierung.

Das Deutsche Sportabzeichen ist dagegen eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Es steht allen offen, auch außerhalb der Schule, und wird in den Stufen Bronze, Silber und Gold verliehen. Abgelegt wird es bei Vereinen, Sportabzeichen-Treffs oder eben im Schulsport.

Unterschiedliche Wertung

Bei den Bundesjugendspielen im Format Wettkampf wird jede Leistung über die offizielle DLV-Wertungstabelle in Punkte umgerechnet. Die Summe der drei besten Bereiche entscheidet über die Urkunde, die Grenzen hängen von Alter und Geschlecht ab.

Beim Sportabzeichen gibt es keine Punktsumme. Stattdessen müssen in vier Fähigkeitsbereichen (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination) feste Mindestleistungen erreicht werden. Je nach erreichter Stufe in den einzelnen Bereichen ergibt sich Bronze, Silber oder Gold. Die genauen Anforderungen je Jahrgang veröffentlicht der DOSB in eigenen Tabellen.

Kurz gemerkt: Bundesjugendspiele = Punkte sammeln und Urkundengrenze erreichen. Sportabzeichen = feste Mindestleistung je Disziplin schaffen.

Das Beste daran: Leistungen zählen doppelt

Ein Punkt, den viele nicht kennen: Laut dem Handbuch der Bundesjugendspiele sind die beim Leichtathletik-Wettkampf erzielten Leistungen auch für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens und des DLV-Mehrkampfabzeichens anrechenbar. Wer bei den Bundesjugendspielen zum Beispiel eine gute Sprintzeit oder Sprungweite erzielt, kann sich diese Leistung also fürs Sportabzeichen gutschreiben lassen.

Ob und wie die Schule das organisiert, ist unterschiedlich. Manche Schulen melden die Ergebnisse direkt weiter, an anderen muss man die Anrechnung selbst anstoßen. Am besten direkt bei der Sportlehrkraft nachfragen, solange die Ergebnislisten noch vorliegen.

Was bedeutet das für die Vorbereitung?

Für Kinder ändert sich wenig: Wer die Disziplinen der Bundesjugendspiele übt, trainiert automatisch auch für das Sportabzeichen, denn Laufen, Springen und Werfen bilden dort einen großen Teil der Anforderungen ab.

Wer wissen will, was ein Bundesjugendspiele-Ergebnis wert ist, kann es im Bundesjugendspiele Rechner eingeben: Er zeigt die Punkte je Disziplin, die Urkundenstufe und welche Leistung für die Ehrenurkunde noch fehlt. Für die Sportabzeichen-Anforderungen gilt dieser Rechner nicht, dort sind die offiziellen DOSB-Tabellen maßgeblich.

Häufige Fragen

Zählen die Bundesjugendspiele für das Deutsche Sportabzeichen?

Ja. Laut dem Handbuch der Bundesjugendspiele sind die beim Leichtathletik-Wettkampf erzielten Leistungen für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens und des DLV-Mehrkampfabzeichens anrechenbar. Die Umsetzung läuft über die Schule, am besten bei der Sportlehrkraft nachfragen.

Was ist der Unterschied zwischen Bundesjugendspielen und Sportabzeichen?

Die Bundesjugendspiele sind eine jährliche Schulsportveranstaltung mit Urkunden (Teilnahme, Sieger, Ehren). Das Deutsche Sportabzeichen ist eine Auszeichnung des DOSB in den Stufen Bronze, Silber und Gold, für die feste Mindestleistungen in vier Fähigkeitsbereichen nötig sind.

Braucht man für das Sportabzeichen auch Punkte wie bei den Bundesjugendspielen?

Nein. Beim Sportabzeichen gibt es keine Punktsumme wie bei den Bundesjugendspielen. Entscheidend ist, ob die festen Mindestleistungen je Disziplin und Altersklasse erreicht werden. Die Anforderungen veröffentlicht der DOSB in eigenen Tabellen.