Bundesjugendspiele Rechner

Ratgeber

Jungen und Mädchen: unterschiedliche Grenzen

Jungen und Mädchen werden bei den Bundesjugendspielen nach getrennten Tabellen bewertet. Das ist kein Zufall, sondern eine Frage der Fairness.

Getrennte Tabellen, getrennte Grenzen

Jede Leistung wird über die Wertungstabellen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Punkte umgerechnet. Diese Tabellen sind nach Geschlecht getrennt. Dieselbe Weite oder Zeit ergibt für Jungen und Mädchen also nicht zwangsläufig dieselbe Punktzahl.

Auch die Punktgrenzen für Sieger- und Ehrenurkunde sind getrennt festgelegt, jeweils gestaffelt nach Alter. Das sorgt dafür, dass die Anforderungen zur Entwicklung der jeweiligen Gruppe passen.

Warum das fair ist

Im Verlauf der Kindheit und besonders in der Pubertät entwickeln sich körperliche Voraussetzungen wie Muskelmasse, Körpergröße und Lungenvolumen im Durchschnitt unterschiedlich. Getrennte Tabellen gleichen diese durchschnittlichen Unterschiede aus, damit Leistungen vergleichbar bewertet werden.

Das Ziel ist Chancengleichheit: Eine Ehrenurkunde soll für ein Mädchen und einen Jungen denselben Anspruch bedeuten, gemessen an der jeweiligen Vergleichsgruppe. Ohne getrennte Wertung wäre das nicht gegeben.

Die Unterschiede sind statistische Durchschnittswerte. Jedes Kind ist individuell. Die Tabellen schaffen einen fairen Rahmen, sie sagen nichts über einzelne Talente aus.

Was das für die Praxis bedeutet

Für Eltern heißt das vor allem: Vergleichen Sie nicht die Rohwerte zwischen Geschwistern oder Mitschülern unterschiedlichen Geschlechts. Eine identische Weite kann unterschiedlich viele Punkte ergeben, und das ist so gewollt.

Wer die konkrete Punktzahl für ein Ergebnis sehen will, gibt Alter, Geschlecht und Leistung in den Bundesjugendspiele Rechner ein. Er nutzt die passende Tabelle automatisch. Details zu den Grenzen finden Sie unter Punkte für Mädchen und Punkte für Jungen. Verbindlich bleibt die Auswertung der Schule.

Auch die Urkundengrenzen sind gestaffelt

Nicht nur die Umrechnung der Leistungen, auch die Punktgrenzen für die Urkunden unterscheiden sich. Sie sind sowohl nach Geschlecht als auch nach Alter gestaffelt und steigen mit zunehmendem Alter an. So bleibt der Anspruch über die Jahrgänge hinweg vergleichbar, obwohl Kinder in einem Jahr deutlich an Leistungsfähigkeit gewinnen.

Praktisch bedeutet das: Eine Punktzahl, die mit acht Jahren für die Ehrenurkunde reicht, genügt einige Jahre später nicht mehr. Wenn Sie die Entwicklung über mehrere Jahre verfolgen, achten Sie deshalb immer auf die passende Alters- und Geschlechtsgrenze. Der Rechner berücksichtigt das automatisch, sobald Sie das aktuelle Alter eingeben.

Häufige Fragen

Warum bekommen Jungen und Mädchen für dieselbe Weite verschiedene Punkte?

Weil die Wertungstabellen des DLV nach Geschlecht getrennt sind. Sie gleichen durchschnittliche körperliche Unterschiede aus, damit Leistungen fair vergleichbar bleiben.

Ist das nicht ungerecht?

Im Gegenteil. Getrennte Tabellen sorgen für Chancengleichheit. Eine Ehrenurkunde bedeutet so für Mädchen und Jungen denselben Anspruch innerhalb der jeweiligen Vergleichsgruppe.

Wie finde ich die richtige Punktzahl für mein Kind?

Geben Sie Alter, Geschlecht und Ergebnis in den Rechner ein. Er wählt automatisch die passende Tabelle. Maßgeblich ist am Ende die offizielle Auswertung der Schule.