Ablauf & Organisation
Bundesjugendspiele im neuen Schuljahr
Mit dem Schuljahr rückt jedes Kind eine Altersklasse weiter. Für die Bundesjugendspiele heißt das: höhere Punktgrenzen, teils andere Disziplinen und manchmal ein anderes Format.
Ein Jahr älter, höhere Punktgrenzen
Im Format Wettkampf entscheidet nicht allein die Leistung über die Urkunde, sondern auch das Alter. Die festen Grenzen für Sieger- und Ehrenurkunde steigen mit jedem Altersjahr. Wer im neuen Schuljahr eine Altersklasse weiter ist, braucht für dieselbe Urkundenstufe also mehr Punkte als im Jahr davor.
- Mädchen mit 11 Jahren: 700 Punkte für die Siegerurkunde, 900 für die Ehrenurkunde. Mit 12 Jahren sind es 775 und 975.
- Jungen mit 11 Jahren: 675 und 875 Punkte. Mit 12 Jahren sind es 750 und 975.
Das ist kein Nachteil, sondern der Ausgleich dafür, dass Kinder von Jahr zu Jahr kräftiger und schneller werden. Wer die Ehrenurkunde im Blick hat, rechnet deshalb besser mit der Grenze der neuen Altersklasse statt mit dem Ergebnis des Vorjahres.
Mit dem Alter wechseln die Disziplinen
Auch die Auswahl der Übungen hängt vom Alter ab. Der Dreikampf bleibt gleich aufgebaut, es zählen drei der vier Bereiche Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Die Strecken und Geräte darin verschieben sich aber:
- Sprint: bis 12 Jahre die 50 m, ab 13 Jahren kommen die 75 m dazu, ab 15 Jahren die 100 m.
- Wurf und Stoß: Bei den Jungen steht der Ball mit 200 g ab 11 Jahren zur Wahl und löst den Schlagball mit 80 g ab 12 Jahren ab. Bei den Mädchen geschieht dieser Wechsel mit 14 Jahren. Der Schleuderball mit 1 kg kommt ab 14 Jahren dazu.
- Kugelstoß: ab 12 Jahren möglich. Das Kugelgewicht steigt mit dem Alter und reicht von 3 kg bis 7,26 kg.
- Ausdauer: Neben den 800 m für Mädchen und den 1000 m für Jungen sind ab 10 Jahren die 2000 m möglich. Die 3000 m stehen bei Jungen ab 14 und bei Mädchen ab 16 Jahren zur Wahl.
Nur der Sprung bleibt über alle Altersklassen gleich: Weitsprung oder Hochsprung.
Nach der Grundschule wechselt oft das Format
Der größte Sprung liegt beim Wechsel auf die weiterführende Schule. In den Klassen 1 bis 4 setzen die meisten Schulen das Format Wettbewerb ein: Dort gibt es keine feste Punktzahl, die Urkunde richtet sich nach der Platzierung in der Vergleichsgruppe. Die besten 20 Prozent erhalten die Ehrenurkunde, die nächsten 50 Prozent die Siegerurkunde, die übrigen 30 Prozent die Teilnahmeurkunde.
Ab der fünften Klasse führen viele Schulen den Wettkampf mit Punkten durch. Für Kinder ist das eine echte Umstellung, weil nun Zeiten und Weiten in Punkte umgerechnet werden. Welches Format wann üblich ist, steht unter ab welcher Klasse der Wettkampf gilt. Festgelegt wird es von der Schule, manche Grundschulen rechnen bereits mit Punkten.
Was jetzt sinnvoll ist
Einen bundesweiten Termin gibt es nicht. Üblich ist der Zeitraum Mai bis Juli, das genaue Datum legt die Schule fest und teilt es über Elternbrief, Schulkalender oder die Sportlehrkraft mit. Mehr dazu steht unter wann die Bundesjugendspiele stattfinden.
Zum Schuljahresbeginn muss deshalb niemand trainieren. Nützlich ist aber ein Blick auf die neuen Zielwerte: Mit dem Bundesjugendspiele Rechner lässt sich für die neue Altersklasse durchspielen, welche Weite oder Zeit für die Sieger- oder Ehrenurkunde nötig wäre.
Häufige Fragen
Ändern sich die Punktgrenzen jedes Schuljahr?
Die Tabelle selbst bleibt gleich. Da ein Kind aber in die nächste Altersklasse rückt, gilt für es eine höhere Grenze für Sieger- und Ehrenurkunde.
Muss mein Kind für dieselbe Urkunde jetzt mehr leisten?
In der Regel ja. Mit jedem Altersjahr steigen die Punktgrenzen, deshalb reicht das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr oft nicht mehr für dieselbe Stufe.
Wann finden die Bundesjugendspiele im Schuljahr statt?
Es gibt keinen bundesweiten Termin. Üblich ist der Zeitraum Mai bis Juli. Das genaue Datum legt jede Schule selbst fest.
Welche Disziplinen kommen mit dem Alter dazu?
Ab 13 Jahren die 75 m und ab 15 Jahren die 100 m, ab 12 Jahren der Kugelstoß, ab 14 Jahren der Schleuderball sowie längere Ausdauerstrecken über 2000 m und 3000 m.