Bundesjugendspiele Rechner

Urkunden

Welche Punktzahl reicht in jedem Jahrgang, welche in keinem?

Normalerweise entscheidet die eigene Zeile im Punktespiegel. Vier Punktzahlen aber gelten quer durch die ganze Tabelle, ganz ohne Blick auf Alter und Geschlecht.

Sonst entscheidet immer die Zeile

Im Format Wettkampf hängt die Urkunde an zwei festen Zahlen je Jahrgang: der Grenze für die Siegerurkunde und der für die Ehrenurkunde. Beide stehen, getrennt für Mädchen und Jungen, in der Tabelle nach Alter. Wer eine Gesamtpunktzahl einordnen will, sucht also zuerst die passende Zeile.

Manchmal liegt aber nur die Zahl vor, ohne Jahrgang dazu: aus einem Gespräch auf dem Sportplatz oder aus einem alten Heft. Dann hilft ein Blick auf die Ränder des Punktespiegels. Oberhalb und unterhalb bestimmter Werte ist die Urkundenstufe nämlich entschieden, ohne dass man die Zeile überhaupt kennen muss.

Die vier Eckwerte des Punktespiegels

Der Punktespiegel umfasst alle Jahrgänge ab 8 Jahren, für Mädchen und Jungen getrennt. Aus dem höchsten und dem niedrigsten Wert der beiden Grenzen ergeben sich vier Marken:

Bei den Mädchen liegen die Ränder enger beieinander: Dort reicht die Siegerurkunde-Grenze von 475 Punkten mit 8 Jahren bis 950 Punkte ab 18 Jahren, die Ehrenurkunde-Grenze von 625 bis 1150 Punkte.

Dazwischen entscheidet der Jahrgang

Zwischen diesen Rändern sagt eine Zahl für sich genommen wenig. Wie weit die Spanne reicht, zeigt ein Beispiel. 900 Punkte bedeuten

Dieselbe Summe ergibt also alle drei Stufen, je nachdem, in welcher Zeile sie steht. Wie stark sich die Grenzen von Jahr zu Jahr verschieben, steht in Wie viel steigt die Punktgrenze je Jahrgang.

Wer Alter und Geschlecht kennt, braucht die Eckwerte gar nicht: Der Bundesjugendspiele Rechner ordnet die Gesamtpunktzahl direkt der richtigen Stufe zu und zeigt, was bis zur nächsten noch fehlt.

Was die Eckwerte nicht beantworten

Die vier Zahlen beschreiben nur die Ränder der Tabelle. Sie sagen nichts darüber, wie oft solche Ergebnisse vorkommen oder wie schwer sie zu erreichen sind; dazu enthält der Punktespiegel keine Angaben.

Wichtig ist außerdem, woher eine Gesamtpunktzahl überhaupt kommt. Sie ist die Summe aus drei Bereichen, also je einem Ergebnis aus drei der vier Bereiche Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Der Weg dorthin steht in Dreikampf und Gesamtpunktzahl.

Im Format Wettbewerb, das vor allem in der Grundschule läuft, gibt es überhaupt keine Punktgrenze: Dort entscheidet die Platzierung in der Vergleichsgruppe. Verbindlich ist in beiden Formaten die Auswertung der Schule beziehungsweise die offizielle Wettkampfkarte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Punkten ist die Ehrenurkunde sicher?

Ab 1550 Punkten. Das ist die höchste Ehrenurkunde-Grenze im gesamten Punktespiegel und gilt für Jungen ab 19 Jahren. Wer diese Summe erreicht, liegt damit in jeder anderen Zeile ebenfalls über der Grenze.

Welche Punktzahl reicht in keinem Jahrgang für eine höhere Urkunde?

Unter 450 Punkten bleibt es überall bei der Teilnahmeurkunde, denn 450 ist die niedrigste Siegerurkunde-Grenze der Tabelle (Jungen, 8 Jahre). Für die Ehrenurkunde liegt diese Marke bei 575 Punkten.

Warum stehen die Eckwerte alle bei den Jungen?

Weil die Jungen-Tabelle nach oben weiter reicht und nach unten tiefer beginnt als die der Mädchen. Bei den Mädchen liegen die Grenzen zwischen 475 und 950 Punkten für die Siegerurkunde und zwischen 625 und 1150 Punkten für die Ehrenurkunde.

Gilt das auch in der Grundschule?

Im Format Wettbewerb nicht. Dort gibt es keine Punktgrenzen, die Urkunde richtet sich nach der Platzierung: Die besten 20 Prozent erhalten die Ehrenurkunde, die nächsten 50 Prozent die Siegerurkunde, die übrigen 30 Prozent die Teilnahmeurkunde.