Ablauf & Organisation
Dreikampf oder Vierkampf bei den Bundesjugendspielen
Manche Schulen lassen drei Übungen absolvieren, andere vier. Für die Wertung ändert das nichts: Gezählt wird immer ein Dreikampf. Warum die vierte Übung trotzdem hilft und wie das Streichergebnis funktioniert.
Gewertet wird immer ein Dreikampf
Im Format Wettkampf sind die Bundesjugendspiele ein Dreikampf. Gewertet wird je eine Übung aus drei der vier Bereiche: Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Jede Leistung wird über die offizielle DLV-Wertungstabelle in Punkte umgerechnet, die Gesamtpunktzahl ist die Summe der drei besten Bereiche.
Einen offiziellen Vierkampf gibt es in dieser Wertung nicht. Wenn an einer Schule vier Übungen auf dem Programm stehen, werden also nicht vier Ergebnisse addiert. Die schwächste der vier Leistungen fällt als Streichergebnis heraus, in die Urkunde geht weiterhin die Summe aus drei Bereichen ein. Wie sich diese Summe genau zusammensetzt, steht im Beitrag Dreikampf: so entsteht die Gesamtpunktzahl.
Warum viele Schulen vier Übungen ansetzen
Genau wegen dieses Streichergebnisses empfehlen viele Schulen, alle vier Bereiche zu absolvieren. Der Gedanke dahinter ist einfach: Wer vier Ergebnisse hat, kann das schwächste streichen lassen.
- Sicherheitsnetz: Ein misslungener Sprung, ein Fehlversuch beim Wurf oder ein schlechter Tag im Ausdauerlauf kostet nicht die ganze Wertung.
- Stärken zählen: Am Ende gehen die drei Bereiche in die Wertung ein, in denen es am besten lief.
- Organisation: Alle Kinder durchlaufen dieselben Stationen, es muss niemand vorab aussortiert werden.
Ob vier Übungen angeboten werden, entscheidet die Schule. Manche bleiben aus Zeitgründen bei drei Stationen, andere setzen die vierte fest ins Programm. Beides ist zulässig, weil die Wertung in jedem Fall nach dem Dreikampf erfolgt.
Was das für die eigene Planung bedeutet
Für Schülerinnen und Schüler ändert die vierte Übung die Herangehensweise. Wer weiß, dass vier Bereiche anstehen, muss nicht in jeder Disziplin alles auf eine Karte setzen. Umgekehrt gilt: Stehen nur drei Stationen an, zählt jedes Ergebnis, und ein Ausfall lässt sich nicht mehr auffangen.
Innerhalb eines Bereichs gibt es oft zusätzlich eine Wahl, etwa Weitsprung oder Hochsprung. Wer die eigenen Stärken kennt, holt mit demselben Aufwand mehr Punkte heraus. Konkrete Überlegungen dazu stehen im Beitrag Die richtige Disziplin wählen.
Vor dem Sporttag klären
Drei Fragen lohnen sich vorab: Wie viele Übungen setzt die Schule an? Welche Auswahl gibt es je Bereich? Und wird nach dem Format Wettkampf mit Punkten oder nach dem Format Wettbewerb mit Platzierungen gewertet? Der Unterschied zwischen beiden Formaten ist im Beitrag Wettkampf und Wettbewerb beschrieben. Die Antworten stehen meist im Elternbrief oder in der Information vor dem Sporttag.
Häufige Fragen
Zählen bei vier Übungen alle vier Ergebnisse?
Nein. Gewertet wird ein Dreikampf, also die Summe der drei besten Bereiche. Die vierte Leistung ist ein Streichergebnis und geht nicht in die Gesamtpunktzahl ein.
Gibt es bei den Bundesjugendspielen offiziell einen Vierkampf?
In der Wertung des Formats Wettkampf nicht. Dort zählen drei der vier Bereiche Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Vier Übungen sind eine Organisationsentscheidung der Schule, kein eigenes Wertungsformat.
Kann man sich aussuchen, welches Ergebnis gestrichen wird?
Aussuchen im eigentlichen Sinn nicht: Es zählen die drei Bereiche mit den meisten Punkten, der schwächste fällt automatisch heraus. Das Ergebnis ist dieselbe Rechnung, die auch der Rechner vornimmt.
Muss mein Kind die vierte Übung mitmachen?
Das legt die Schule fest. Ist die vierte Station Teil des Programms, gehört sie zum Sporttag dazu. Für die Wertung ist sie ein zusätzliches Sicherheitsnetz, kein Nachteil.