Bundesjugendspiele Rechner

Ratgeber

Nach den Bundesjugendspielen: Ergebnis einordnen

Die Urkunde sagt wenig darüber aus, wo das Ergebnis wirklich herkam. Die Einzelpunkte auf der Wettkampfkarte zeigen es. Wer sie aufhebt, hat für den nächsten Sporttag einen konkreten Ausgangspunkt.

Was auf der Urkunde steht und was nicht

Nach dem Sporttag bleibt meist nur die Urkunde übrig: Teilnahme, Sieger oder Ehre. Die eigentliche Information steckt aber in der Gesamtpunktzahl und in den drei Einzelergebnissen auf der Wettkampfkarte. Wer diese Zahlen abfotografiert oder aufhebt, hat für das nächste Jahr einen echten Vergleichswert.

Zur Erinnerung: Gewertet wird im Format Wettkampf ein Dreikampf, also je eine Übung aus drei der vier Bereiche Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Jede Leistung wird über die offizielle DLV-Wertungstabelle in Punkte umgerechnet. Entscheidend für die Urkundenstufe ist damit nie die Weite oder Zeit allein, sondern ihr Punktwert im Verhältnis zu Alter und Geschlecht. Welche Stufen es gibt, zeigt die Übersicht über die Urkunden.

Den schwächsten Bereich finden

Der lohnendste Blick geht auf die drei Punktzahlen einzeln statt auf die Summe. Meist liegt ein Bereich deutlich unter den anderen beiden, und dort ist der Abstand zur nächsten Urkundenstufe am leichtesten zu verkleinern.

Diese Einordnung gelingt am besten kurz nach dem Sporttag. Ein paar Stichworte neben die Punktzahlen genügen.

Die Grenze für das nächste Jahr kennen

Im nächsten Schuljahr ist das Kind in der Regel ein Jahr älter, und mit dem Alter steigen die Punktgrenzen für Sieger- und Ehrenurkunde. Dieselbe Leistung ergibt dann ähnlich viele Punkte, reicht aber unter Umständen für eine Stufe weniger. Wer das vorher weiß, plant realistischer.

Ein Beispiel aus dem Punktespiegel: Bei den Mädchen liegen die Grenzen mit 12 Jahren bei 775 Punkten für die Sieger- und 975 für die Ehrenurkunde, mit 13 Jahren bei 825 und 1025. Bei den Jungen sind es mit 12 Jahren 750 und 975, mit 13 Jahren 825 und 1050.

Im Bundesjugendspiele Rechner lassen sich die Ergebnisse dieses Jahres mit dem Alter des nächsten Jahres noch einmal eingeben. Er zeigt, wie viele Punkte fehlen und welche Weite oder Zeit für die nächste Stufe nötig wäre. Verbindlich bleibt die Auswertung der Schule beziehungsweise die offizielle Wettkampfkarte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Was sich bis zum nächsten Sporttag ändern lässt

Aus dem schwächsten Bereich und dem Punktabstand ergibt sich fast von selbst, was zu tun ist. Nötig ist dafür kein Trainingsprogramm über Monate, sondern ein paar gezielte Einheiten.

Welche Hebel im Verhältnis zum Aufwand am meisten bringen, ist im Beitrag Punkte schnell verbessern zusammengefasst. Für die Wochen direkt vor dem nächsten Sporttag hilft der einfache Trainingsplan.

Häufige Fragen

Lohnt es sich, die Wettkampfkarte aufzuheben?

Ja. Auf der Urkunde steht nur die Stufe, auf der Wettkampfkarte stehen die Einzelergebnisse und ihre Punkte. Nur damit lässt sich später erkennen, welcher Bereich schwach war und wie groß der Abstand zur nächsten Stufe war.

Warum reicht dieselbe Leistung im nächsten Jahr oft nicht mehr?

Weil die Punktgrenzen für Sieger- und Ehrenurkunde mit dem Alter steigen. Die Leistung muss also mitwachsen, damit die Urkundenstufe gleich bleibt.

In welchem Bereich lohnt sich Üben am meisten?

In der Regel dort, wo die wenigsten Punkte herauskamen und die Ursache Technik war. Bei Sprint, Sprung und Wurf entscheidet die Bewegungsausführung viel, dort wirken schon wenige Einheiten.

Mein Kind hat die Teilnahmeurkunde bekommen. Wie spricht man darüber?

Am besten über die Zahlen statt über die Stufe: Welcher Bereich lief gut, welcher weniger? Der konkrete Punktabstand zur nächsten Stufe ist ein greifbares Ziel für das nächste Jahr.