Bundesjugendspiele Rechner

Punkte & Wertung

Die Wettkampfkarte lesen

Auf der Wettkampfkarte steht alles, was für die Wertung zählt: Jahrgang, gemessene Leistungen, Punkte je Disziplin und die Summe am Ende. Wer weiß, welche Zahl wofür steht, versteht sein Ergebnis in zwei Minuten.

Was die Wettkampfkarte ist

Bei den Bundesjugendspielen im Format Wettkampf wird jedes Ergebnis auf einer Karte festgehalten, meist Wettkampfkarte oder Riegenkarte genannt. Sie begleitet ein Kind durch den ganzen Tag: An jeder Station trägt eine Helferin oder ein Helfer die gemessene Leistung ein.

Wie die Karte im Detail aussieht, ist von Schule zu Schule verschieden. Manche drucken die Vorlage des Deutschen Leichtathletik-Verbandes aus, andere nutzen eine eigene Liste oder eine Auswertungssoftware. Die Angaben darauf sind aber fast immer dieselben, und in derselben Reihenfolge.

Die Kopfzeile bestimmt die ganze Bewertung

Oben stehen Name und Klasse, vor allem aber Geburtsjahr beziehungsweise Alter und Geschlecht. Diese beiden Angaben sind keine Formsache. Sie entscheiden darüber, welche Punktwerte gelten und welche Urkundengrenzen erreicht werden müssen.

Für jeden Jahrgang gibt es eigene Werte, und Mädchen und Jungen werden getrennt bewertet. Steht hier ein falscher Jahrgang, stimmt am Ende die komplette Karte nicht. Ein kurzer Blick vor dem ersten Start lohnt sich deshalb immer.

Leistung und Punkte: zwei Felder je Disziplin

Für jede Disziplin gibt es in der Regel zwei Felder nebeneinander:

Bei Sprung und Wurf sind meist mehrere Versuche vorgesehen. Gewertet wird der beste davon, die schwächeren Versuche stehen zwar auf der Karte, fließen aber nicht in die Punkte ein. Liegt eine Leistung zwischen zwei Tabellenwerten, wird interpoliert, also ein passender Zwischenwert berechnet. Wie das funktioniert, steht im Beitrag Punktetabelle richtig lesen.

Wie die Gesamtpunktzahl entsteht

Gewertet wird ein Dreikampf: je eine Übung aus drei der vier Bereiche Sprint, Sprung, Wurf oder Stoß und Ausdauer. Die Gesamtpunktzahl ist die Summe dieser drei Bereiche.

Viele Schulen lassen vier Übungen zu und streichen das schwächste Ergebnis. Auf der Karte stehen dann vier Zeilen mit Punkten, in die Summe fließen aber nur drei. Wer nachrechnet und auf eine höhere Zahl kommt als die Karte, hat meist genau diesen Streichwert übersehen. Wie die Rechnung Schritt für Schritt aussieht, zeigt der Beitrag Punkte berechnen.

Von der Summe zur Urkunde

Ganz unten steht die Gesamtpunktzahl, oft mit einem Feld für die Urkundenstufe. Im Wettkampf gelten feste Punktgrenzen je Alter und Geschlecht: Ab der Grenze für die Siegerurkunde gibt es die Siegerurkunde, ab der höheren Grenze die Ehrenurkunde, darunter die Teilnahmeurkunde. Ein zwölfjähriges Mädchen braucht zum Beispiel 775 Punkte für die Siegerurkunde und 975 Punkte für die Ehrenurkunde. Welche Grenzen sonst gelten, steht in der Übersicht der Urkunden.

Wer die Karte in der Hand hält, kann die Werte in den Bundesjugendspiele Rechner eintippen und Punkte, Summe und Urkundenstufe vergleichen. Verbindlich bleibt die Auswertung der Schule beziehungsweise die offizielle Wettkampfkarte des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Häufige Fragen

Was steht auf der Wettkampfkarte?

Name, Klasse, Geburtsjahr und Geschlecht, dazu je Disziplin die gemessene Leistung und die daraus errechneten Punkte. Am Ende folgen die Gesamtpunktzahl und meist ein Feld für die Urkundenstufe.

Warum sind Alter und Geschlecht auf der Karte so wichtig?

Weil die Punktwerte und die Urkundengrenzen für jeden Jahrgang und für Mädchen und Jungen unterschiedlich sind. Ein falscher Jahrgang in der Kopfzeile führt zu einer falschen Punktzahl und zu einer falschen Urkunde.

Warum zählt eine eingetragene Zeile manchmal nicht mit?

Entweder war es ein schwächerer Versuch derselben Disziplin, denn gewertet wird nur der beste, oder es war eine vierte Übung. Gewertet werden drei Bereiche, das schwächste Ergebnis wird gestrichen.

Was tun, wenn die Punkte auf der Karte nicht zum Ergebnis passen?

Zuerst prüfen, ob Jahrgang und Geschlecht stimmen und ob wirklich der beste Versuch übernommen wurde. Bleibt die Abweichung, spricht man die Sportlehrkraft an. Verbindlich ist die Auswertung der Schule.